Schmerzensgeld für misslungene Frisur

Von: dpa
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Mönchengladbach. Einer Friseur-Kundin kann unter Umständen Schmerzensgeld für einen misslungenen Schnitt zustehen.

Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Mönchengladbach hervor, über das die Fachzeitschrift „NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht” (Heft 5/2010) berichtet.

Nach Auffassung des Gerichts gilt das jedenfalls dann, wenn das äußere Erscheinungsbild der Kundin beeinträchtigt wird. Das Schmerzensgeld diene dann dem Ausgleich erlittener seelischer Schäden (Az.: 5 S 59/09).

Das Gericht sprach in dem Fall einer Kundin 300 Euro zu. Sie hatte sich in einem Friseursalon blonde Strähnchen machen lassen. Die Haare brachen wegen des Färbevorgangs über der Kopfhaut ab. Die Frau machte geltend, das sei die Folge der nicht fachgerechten Arbeit. Und die abgebrochenen Haare hätten ihr äußeres Erscheinungsbild erheblich beeinträchtigt. Das Landgericht sah das ebenso.

Zwar komme es nicht darauf, dass die Frisur dem Schönheitsideal der Klägerin entspreche. Maßgebend sei allein, dass sie wegen der misslungenen Frisur in ihren sozialen Kontakten eingeschränkt sei, weil sie sich unwohl fühle.

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