Münster - Rechtstipp: Kosten des Erststudiums sind keine Werbungskosten

Rechtstipp: Kosten des Erststudiums sind keine Werbungskosten

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Münster. Kosten für ein nach dem Abitur aufgenommenes Erststudium oder eine erstmalige Ausbildung sind grundsätzlich nicht als Werbungskosten absetzbar.

Sie können nur als Sonderausgaben berücksichtigt werden, hat das Finanzgericht Münster (AZ: 11 K 4489/09 F) jetzt noch einmal klargestellt. Die Folge: Die Kosten können nur in dem Jahr steuerlich geltend gemacht werden, in dem sie anfallen, und können nicht \x{2212} wie bei Werbungskosten \x{2212} in andere Jahre übertragen werden.

Die Begründung des Gerichts: Die Kosten sind nicht als Werbungskosten absetzbar, weil Kosten für ein Erststudium noch nicht mit einer konkreten beruflichen Tätigkeit und hieraus fließenden Einnahmen in Zusammenhang stehen.

Die Richter konnten in der gesetzlichen Grundlage für die Entscheidung auch keinen Verstoß gegen das Grundgesetz ausmachen: Der Gesetzgeber habe sich mit der Regelung im Rahmen seines ihm zustehenden Gestaltungsspielraumes bewegt und zudem eine gesetzliche Grundlage geschaffen, die sachlich nachvollziehbar sei.

Denn die Kosten des Erststudiums stehen zum einen eben in aller Regel nicht in direktem Zusammenhang mit einer beruflichen Tätigkeit, zum anderen werden die Kosten in aller Regel auch zu einem erheblichen Teil von den Eltern getragen, die dafür selbst steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen.

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