Rechtstipp: Kein Schadenersatz bei Kollision mit einem Eichhörnchen

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Nürnberg. Eichhörnchen zählen hierzulande nicht zum Jagdwild, und Unfälle mit ihnen fallen damit nicht unter den Schutz der Teilkaskoversicherung.

Mit dieser Begründung sprach das Landgericht Coburg einer Autofahrerin 6000 Euro ab, die sie nach Auffassung der Richter zu Unrecht von ihrer Versicherung nach einer Kollision mit einem Eichhörnchen eingefordert hatte. Wie die Deutsche Anwaltshotline in Nürnberg weiter mitteilte, war der Frau im Wald plötzlich ein Tier unter die Vorderreifen ihres Pkw gekommen. Dadurch geriet der Wagen ins Schleudern und blieb schließlich mit Totalschaden liegen.

Wenn ein Fahrzeug per Teilkaskovertrag ausdrücklich gegen Kollisionen mit Jagdwild versichert sei, gebe es in solchen Fällen üblicherweise keine Probleme, erläuterte Rechtsanwältin Alexandra Wimmer. Doch hier habe der Fall anders ausgesehen.

Die Richter hätten nämlich per DNA-Analyse die am Unfallfahrzeug sichergestellten Tierhaare analysieren lassen. Während die Frau im Versicherungsprotokoll von einem Hasen gesprochen hatte, stellte der Sachverständige in seinem Gutachten fest, dass es sich unzweifelhaft um ein Eichhörnchen gehandelt hatte. (Az: 23 O 256/09)

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert