Rechtsschutzversicherung muss Ersatz-Anwalt zahlen

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Wenn der beauftragte Anwalt aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat niederlegen muss, ist die Rechtsschutzversicherung verpflichtet, die Kosten für einen Ersatzanwalt zu übernehmen. Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Köln hervor. Foto: dpa

Köln. Wenn der beauftragte Anwalt aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat niederlegen muss, ist die Rechtsschutzversicherung verpflichtet, die Kosten für einen Ersatzanwalt zu übernehmen. Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Köln hervor.

In dem Fall hatte die Rechtsschutzversicherung die Kosten für den zunächst beauftragten Anwalt übernommen, wollte jedoch nicht mehr einstehen, als der neue Anwalt den kranken Vorgänger ablöste. Die Begründung: Laut Versicherungsbedingungen sind wortwörtlich nur die Kosten „eines” Anwalts zu erstatten.

Das Gericht sah das anders. Ist der Versicherte gezwungen, sich einen anderen Anwalt zu suchen, muss der Versicherer diese Kosten tragen. Voraussetzung ist jedoch, dass der erste Anwalt nicht aus Gründen das Mandat aufgegeben hat, die in der Person des Versicherten liegen.

In diesem Fall aber war der erste Anwalt an Depressionen erkrankt und musste auf Rat seiner Ärzte hin den Beruf aufgeben. In einem solchen Fall aber kann der Versicherte nichts dafür, dass er einen neuen Anwalt braucht. (Aktenzeichen: LG Köln 20 S 4/10)
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