Recht auf Reisen: Vermieter von Ferienhäusern muss für Störungen geradestehen

Von: dpa
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Dortmund. Vermieter von Ferienhäusern dürfen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht pauschal die Haftung für Störungen ausschließen.

Klauseln, nach denen zum Beispiel keine Verantwortung für den Ausfall der Wasser- und Stromversorgung, besteht, seien unwirksam, urteilte das Landgericht Dortmund (Az.: 8 O 470/10). Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift „ReiseRecht aktuell”.

Im dem Fall hatte ein Reiseveranstalter, der Ferienhäuser und Ferienwohnungen vermietet, in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Haftung unter anderem für Ausfälle oder Störungen der Wasser- und Energieversorgung, des Liftes, der Sauna, der Heizung und des Swimmingpools ausgeschlossen.

Die Richter gaben der Klägerin Recht. Die Klauseln benachteiligten die Reisenden unangemessen. Die Klauseln der Beklagten seien zu undifferenziert und könnten so verstanden werden, dass der Reiseveranstalter sich von jeglicher Einstandspflicht befreien wolle.

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