Randalierende Gäste und Aufsichtspflicht: Urteile zur Silvesterparty

Von: dapd
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Silvesterparty
Bei der Silvesterparty geht es gewöhnlich hoch her. Was droht, wenn dabei die Gäste randalieren? Foto: dapd

Berlin. Randalierende Gäste nach einer Silvesterparty sind nach Auffassung des Amtsgerichts Lichtenberg kein Kündigungsgrund. In dem Fall wollte ein Vermieter einem Mieter fristlos kündigen, weil dessen Gäste in der Neujahrsnacht die Briefkastenanlage und die Hauswand beschädigt hatten.

Der Mieter hatte sich hinterher entschuldigt und angeboten den Schaden zu regulieren. Das Gericht entschied, dass der Mieter für das Verhalten seiner Gäste nicht verantwortlich gemacht werden könne (Az: 11 C 80/05).

Strenger sehen es Richter hingegen mit der Aufsichtspflicht. Verletzt ein minderjähriges Kind eine andere Person durch Böller, sind die Eltern haftbar, weil sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind. Da reicht es auch nicht, die Böller in der Wohnung scheinbar gut versteckt zu haben, urteilte das Landgericht München (Az: 31 S 23681/00).

Die Aufsichtspflicht haben Eltern auch, wenn sie ihrem halbwüchsigen Kind die Wohnung für eine Silvesterparty mit Freunden überlassen. Entsteht ein Schaden, sind sie mit in der Haftung, urteilte das OLG Köln (Az: 11 U 126/99).
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