Private Telefonate auf dem Dienstapparat sind steuerpflichtig

Von: dapd
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München. Wer auf einem betrieblichen Telefonanschluss Privatgespräche führt, muss diese private Nutzung auch versteuern. Kann der Anteil der privaten und beruflichen Gespräche nicht ermittelt werden, darf das Finanzamt den Privatanteil deshalb schätzen.

Das hat das Finanzgericht München (AZ: 14 K 2217/08) entschieden. In dem Fall war unklar, wie hoch der Anteil der privaten Kosten im Büro eines Architekten war. Das Finanzamt legte ihn auf 40 Prozent fest, der Architekt war damit nicht einverstanden, konnte sich vor Gericht aber nicht durchsetzen. Denn das Finanzamt darf nach Wahrscheinlichkeitsüberlegungen die Schätzung so vornehmen, dass sie der Wirklichkeit möglichst nahe kommt.

Diesen Grundsatz sahen die Münchener Richter in dem Fall gewahrt, weil das Finanzamt mit den 40 Prozent die Kosten geschätzt hatte, die auf Auslandstelefonate entfielen. Die hielt das Finanzamt für privat veranlasst, weil der Architekt im Ausland keine Kunden hatte, seine Familie aber dort lebte.
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