Musterprozesse: Vermieter können von Klagen profitieren

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Berlin. Vermieter können in steuerlichen Zweifelsfällen von einer Vielzahl von Musterklagen profitieren, die beim Bundesfinanzhof anhängig sind. Darauf verweist die Stiftung Warentest in Berlin.

So steht beim Thema Leerstand zur Diskussion, ob ein Vermieter die Grundsteuer nur teilweise zu zahlen braucht, wenn der Leerstand strukturell und nicht nur vorübergehend ist. Oder muss er sich etwa vorhalten lassen, dass Einnahmen ausbleiben, weil er überhöhte Mieten fordert (Aktenzeichen: II R 8/12).

Ein weiteres Problem ist die Liebhaberei: Werden die Kosten noch als Werbungskosten anerkannt, wenn ein Mieter kündigt und die Wohnung nach kurzer Zeit nicht neu vermietet ist (Aktenzeichen: IX R 39/11, IX R 40/11, IX R 41/11).

In einem anderen Fall (Aktenzeichen: IX R 67/10) geht es um nachträgliche Zinsen, die nach dem Verkauf der Immobilie weiter gezahlt werden müssen, weil der Verkaufserlös nicht zur Ablösung des Darlehens reicht. Finanzämter wollen diese Kosten oft nicht anerkennen. Der Bundesfinanzhof muss jetzt entscheiden, ob diese Praxis rechtmäßig ist.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert