Modedesigner dürfen nicht immer in Künstlersozialkasse

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Kassel. Modedesigner können zwar grundsätzlich in die Künstlersozialkasse (KSK) aufgenommen werden.

Eine Versicherung ist jedoch nicht möglich, wenn Entwürfe in der Regel selbst umgesetzt und verkauft werden. Das stellte das Bundessozialgericht klar (Aktenzeichen: B 3 KS 1/11 R).

Damit gaben die Richter der Revision der beklagten KSK statt. Diese hatte die Aufnahme einer Modedesignerin abgelehnt, da diese in erster Linie die Wünsche von Kunden umsetze und daher eher eine handwerklich tätige Maßschneiderin als Designerin sei.

Während die ersten Instanzen der Modedesignerin recht gegeben hatten, legte das oberste Sozialgericht die Berufsbezeichnung eng aus: Ein Designer muss demnach seine Entwürfe „ganz oder zumindest überwiegend durch die Vergabe von Lizenzen” verwerten. Wer hingegen nach eigenen Entwürfen selbst fertige oder im eigenen Namen anfertigen lasse, sei mehr Produzent als Designer und könne daher keine Versicherung durch die KSK verlangen.
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