Kosten für geplatztes Immobiliengeschäft nicht absetzbar

Von: dapd
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München. Platzt ein Immobiliengeschäft, kann der Verkäufer die vergeblich aufgewendeten Kosten nicht steuerlich geltend machen. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs hervor.

Die Kosten wollte der Betroffene entweder den Aufwendungen für die Vermietung zuschlagen, die bisher angefallen waren, oder als privates Veräußerungsgeschäft anerkannt wissen.

Beides ließen die Bundesrichter aber nicht zu: Eine Berücksichtigung bei den Vermietungseinkünften lehnten sie mit dem Hinweis ab, dass die Kosten nicht durch die Vermietungstätigkeit, sondern durch die Veräußerungsabsicht veranlasst seien und es damit am wirtschaftlichen Zusammenhang fehle.

Ein privates Veräußerungsgeschäft wollten sie ebenfalls nicht anerkennen, weil das Grundstück nicht veräußert worden war. Nur bei einem Verkauf innerhalb der Zehn-Jahres-Frist müssten die Aufwendungen steuermindernd anerkannt werden.

(Aktenzeichen: Bundesfinanzhof IX R 8/12)
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