Kaufmännische Ausbildung reicht nicht für Politik-Studium

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Mainz. Der Abschluss einer kaufmännischen Berufsausbildung reicht für die Zulassung zum Bachelor-Studium im Fach Politikwissenschaft nicht aus.

Das entschied das Verwaltungsgericht Mainz (Beschluss vom 17. August 2011, Aktenzeichen: 3 L 749/11). Es wies damit den Antrag eines Studienplatzbewerbers zurück, der sich über eine einstweilige Anordnung einen Studienplatz an der Universität Mainz zum Wintersemester 2011/2012 erstreiten wollte.

Zwar seien die Zulassungsmöglichkeiten zum Studium durch Änderungen im Hochschulgesetz erweitert worden, erläuterten die Richter. Aus Sicht des Gesetzgebers müsse jedoch ein hinreichender inhaltlicher Zusammenhang zwischen beruflichem Abschluss und Studienfach bestehen. Dieser Zusammenhang sei im konkreten Fall nicht gegeben.

In Rheinland-Pfalz dürfen Absolventen einer Berufsausbildung auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife studieren, wenn das gewählte Studienfach ihrem Ausbildungsprofil entspricht. Eine zusätzliche Eignungsprüfung ist nicht erforderlich. Voraussetzung ist allerdings, dass ausreichend Studienplätze zur Verfügung stehen. Vergleichbare Regelungen gibt es in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg und Berlin.

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