Katzendreck ist Minderungsgrund

Von: dpa
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Brühl/Berlin. Starke Geruchsbelästigung durch viele Katzen im Haus ist Grund, die Miete zu mindern.

Darauf weist der Deutsche Mieterbund in Berlin hin und beruft sich auf eine Entscheidung des Amtsgerichts Brühl vom April 2008 (Az.: 28 C 402/05). Eine Kürzung der monatlichen Zahlungen um 15 Prozent sei gerechtfertigt gewesen.

In dem Fall hielt der Vermieter in der Erdgeschosswohnung und im Garten zeitweise bis zu 30 Katzen. Das Gericht stellte fest, dass dadurch erhebliche Geruchsbelästigungen durch Fäkalien vorlagen. Die Katzen hätten außerdem Flöhe gehabt. Der Balkon der Mieter hätte wegen des Gestanks praktisch nie genutzt werden können. Auch das Lüften sei aus diesen Gründen kaum möglich gewesen.

Daher sei eine Mietminderung von 15 Prozent „mehr als angemessen”. Allein der Umstand, dass nicht ausreichend gelüftet werden konnte, der Gestank sich auf die gesamte Mieterwohnung auswirkte und nachts bei geschlossenen Fenstern geschlafen werden musste, rechtfertige das.

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