Jurist: Vorsicht mit Aprilscherzen bei der Arbeit

Von: Stephan Scheuer, dpa
Letzte Aktualisierung:

Stuttgart. Auch wenn es der 1. April ist: Scherze am Arbeitsplatz können böse Folgen haben.

„Ein schlechter Scherz wird im schlimmsten Fall zu einer Abmahnung führen”, sagte der Arbeitsrechtler Michael Henn aus Stuttgart.

Witze über den Chef seien sehr gefährlich. „Scherze sind Privatsache und haben eigentlich bei der Arbeit nichts zu suchen”, meinte der Präsident des Verbands deutscher Arbeitsrechtsanwälte.

Scherze unter der Gürtellinie gingen schnell zu weit. „So was geht auch am 1. April nicht”, sagte Henn. Bislang sei ihm allerdings nicht bekannt, dass ein Aprilscherz vor einem Gericht gelandet ist.

Wird ein Kollege nur zu einem fiktiven Termin geschickt und vergeudet fünf Minuten, bis die Arbeitskameraden lachen, entstehe eigentlich kein Schaden.

Besonders vorsichtig sollten Arbeitnehmer bei Scherzen per E-Mail sein. „Witze im Internet sind schnell jenseits der Schmerzgrenze”, warnte Henn. Viele Bilder und Sprüche im Netz gingen weit über den guten Geschmack hinaus.

Zudem sei es für Angestellte besonders riskant, Scherze per Mail zu verschicken. Ein Spruch unter Kollegen sei schneller vergessen als ein Scherz im digitalen Postfach. Eine E-Mail ließe sich zudem leichter speichern. „Wer Spuren hinterlässt, wird auch schneller erwischt”, sagte Henn.

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