Karlsruhe - Im Verein lieber nicht unentgeltlich Hilfe anbieten

Im Verein lieber nicht unentgeltlich Hilfe anbieten

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Karlsruhe. Wer als Vereinsmitglied unentgeltlich seine Hilfe anbietet, muss für einen Schaden einstehen, den er grob fahrlässig verursacht.

Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH). In dem Fall hatte ein Handwerker unentgeltlich das Dach des Vereinsheims repariert. Dabei verursachte er grob fahrlässig ein Feuer, das Vereinsheim brannte nieder. Die Gebäudeversicherung zahlte den Schaden, nahm den Mann dann aber in Regress.

Die Vorinstanzen hatten in dem Fall geurteilt, dass der Mann lediglich leicht fahrlässig gehandelt habe. Dabei hatten die Richter aber den Fehler gemacht, sich gegen ein Gutachten zu entscheiden. Das steht dem Gericht so nicht zu, wie der BGH entschied.

Die Bundesrichter verwiesen den Fall an die Vorinstanz zurück. Jetzt muss das Gericht noch einmal prüfen, ob der Mann grob fahrlässig gehandelt hat. Ist das der Fall, muss er für den Schaden von 570.000 Euro aufkommen. (Aktenzeichen: BGH II ZR 304/09)
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