Hund beißt Helfer: Kein Fall für die Unfallversicherung

Von: dapd
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Wer aus Gefälligkeit mit Nachbars Hund Gassi geht und von ihm gebissen wird, der steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Foto: dapd

Stuttgart. Wer aus Gefälligkeit mit Nachbars Hund Gassi geht und von ihm gebissen wird, der steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Das entschied das Landessozialgericht Baden-Württemberg (Aktenzeichen: L 8 U 4142/10). Damit versagte das Gericht dem hilfsbereiten Nachbarn den Status des sogenannten Wie-Beschäftigten, der zum Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung geführt hätte.

In dem Fall hatte ein Mann den Rottweiler des Nachbarn mehrfach betreut, bis dieser ihn plötzlich ohne erkennbaren Grund angriff und schwer verletzte. Die Unfallversicherung wollte nicht zahlen, weil sie keinen Arbeitsunfall anerkennen wollte.

Damit lag die Versicherung im Recht, entschied das Landessozialgericht. Der Verletzte habe sich nicht wie ein Beschäftigter um den Hund gekümmert, sondern lediglich einen Freundschaftsdienst geleistet. Ein arbeitnehmerähnliches Verhältnis könne aber nicht vorliegen, wenn Hilfeleistungen aufgrund verwandtschaftlicher oder freundschaftlicher Beziehungen - wie in diesem Fall - geleistet würden.
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