Hausbesitzer dürfen bei Grenzbauten aufs Nachbargrundstück

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Berlin. Viele Häuser stehen auf der Grundstücksgrenze. Das ist kein Problem, bis der Hausherr seine die angrenzende Wand sanieren, dämmen oder streichen möchte. Dann muss er den Nachbarn um Zutritt zu dessen Grundstück bitten.

Weil nicht jeder Nachbar das gestattet, hat der Gesetzgeber das sogenannte Hammerschlags- und Leiterrecht festgelegt, erläutert der Verband Privater Bauherren in Berlin. Darunter verstehen Fachleute das Recht, das Nachbargrundstück zu betreten, und von dort aus Arbeiten am Gebäude auszuführen, eine Leiter oder ein Gerüst auf dem nachbarlichen Grundstück aufzustellen.

Das muss der Nachbar dulden, sofern der Bauherr keine Alternativen hat. Der bauende Nachbar darf das fremde Grundstück benutzen, muss dabei aber schonend vorgehen und Schäden ersetzen, gegebenenfalls auch Miete zahlen. Er muss zügig arbeiten, darf weder spätabends, noch in den Ruhezeiten oder an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Wird das Grundstück zum Beispiel landwirtschaftlich genutzt, muss er Rücksicht nehmen und seine geplanten Arbeiten eventuell verschieben.

Der Bauherr muss dem Nachbarn frühzeitig mitteilen, was er vorhat. Der Verband warnt allerdings: Stellt sich der Nachbar stur, dann darf der Bauherr sich nicht über ihn hinwegsetzen, sondern muss sein Hammerschlags- und Leiterrecht einklagen - obwohl es ihm zusteht.
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