Bremen - Haarausfall nach Friseurbesuch berechtigt zu Schmerzensgeld

Haarausfall nach Friseurbesuch berechtigt zu Schmerzensgeld

Von: dpa
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Bremen. Gehen einem Kunden nach einer fehlerhaften Behandlung beim Friseur die Haare aus, hat er Anspruch auf Schmerzensgeld. In einem solchen Fall müsse der Geschädigte unter Umständen eine Perücke tragen.

Das sei eine erhebliche psychische Belastung, entschied das Oberlandesgericht Bremen (Az.: 3 U 69/10), wie die „Neue Juristische Wochenschrift” berichtet.

In dem verhandelten Fall hatte die Klägerin in einem Friseursalon eine Haarentkrausung durchführen lassen. Dabei erlitt die Kundin Hautverätzungen am Kopf, an denen sie mehrere Monate litt. Das Haupthaar musste komplett entfernt werden und sie musste ein halbes Jahr lang eine Perücke tragen.

Das OLG verurteilte den Friseur aus diesem Grund zur Zahlung eines Schmerzensgelds in Höhe von 4000 Euro. Die Richter kritisierten zudem das Regulierungsverhalten des Beklagten.

Der Friseur hatte der Klägerin unterstellt, sie versuche die Folgen einer selbst durchgeführten unfachmännischen Haarglättung auf ihn abzuwälzen. Das sei eine zusätzliche Kränkung, so die Richter.

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