Golfbälle gegen geparktes Auto: Kein Schadenersatz

Von: dpa
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Trier. Wer sein Auto an einem Golfplatz parkt, muss für Schäden durch verirrte Bälle in der Regel selbst aufkommen.

Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Trier hervor, auf das die „Neue Juristische Wochenschrift” hinweist (Az.: 32 C 308/09).

In dem Fall verlangte ein Mann vom Golfclub Schadenersatz. Der Betreiber habe seine Verkehrssicherungspflicht verletzt. Die Richter konnten aber keine solchen Versäumnisse erkennen. Der Clubbetreiber habe Bäume als Schutz gepflanzt sowie dahinter 20 Meter hohe Fangnetze und Warnschilder aufgestellt. Das Spannen höherer Netze sei nicht geboten gewesen. Außerdem sei Golfen eine Sportart, bei der es unmöglich sei, sich gegen alle Eventualitäten abzusichern. Denn es könne immer zu Fehlschlägen kommen, bei denen die gewünschte Flugbahn erheblich von der tatsächlichen Flugbahn abweicht.

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