Detmold - Gesund und doch noch krank?

Gesund und doch noch krank?

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Detmold. Leidet ein Versicherter nach einer ausgeheilten Berufskrankheit unter den psychischen Folgen der Behandlung und ist deswegen weiter in seiner Erwerbsfähigkeit gemindert, muss die Berufsgenossenschaft auch weiterhin eine Rente zahlen. Das entschied das Sozialgericht Detmold (Aktenzeichen: S 14 U 161/09).

In dem Fall war ein Versicherter infolge einer Berufskrankheit zu 20 Prozent erwerbsunfähig geworden. Trotz Ausheilung der Krankheit blieben jedoch Beeinträchtigungen, die durch die Medikamente hervorgerufen wurden.

So wurden unter anderem Gelenkschmerzen, Luftnot, Herzrasen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und eine deutlich geminderte Leistungsfähigkeit festgestellt. Die Berufsgenossenschaft wollte nicht mehr zahlen, weil sie die eigentliche Berufskrankheit für ausgeheilt hielt.

Das Gericht sah das anders: Die Beschwerden seien gerade Folge der Behandlung der Berufskrankheit. Solche Folgen aber sind als mittelbare Schädigung ebenfalls von der Berufsgenossenschaft als Berufskrankheit anzuerkennen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert