Gesetzliche Unfallversicherung muss bei Nachbarschaftshilfe zahlen

Von: dapd
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München. Wenn bei der Nachbarschaftshilfe ein Unfall mit tödlichem Ausgang passiert, muss die gesetzliche Unfallversicherung zahlen. Das entschied das Bayerische Landessozialgericht.

Im vorliegenden Fall war ein Mann bei der Dachrinnenrenovierung seines Nachbarn zu Tode gestürzt. Die Berufsgenossenschaft wollte der hinterbliebenen Ehefrau keine Witwenrente und sonstige Leistungen zahlen. Zu Unrecht, wie das Landessozialgericht entschied. Denn die Unfallversicherung greife auch bei beschäftigungsähnlichen Tätigkeiten.

Außerdem habe der Verunfallte bei der Renovierung sein Fachkönnen eingebracht und damit Arbeiten von erheblichem wirtschaftlichem Wert erbracht. Damit muss die Berufsgenossenschaft in diesem Fall zahlen, weil der Unfall vom Schutzbereich der Versicherung erfasst ist. (Aktenzeichen: Bayrisches LSG L 3 U 255/10)
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