Genossenschaft muss kaputten Meniskus als Berufskrankheit anerkennen

Von: dapd
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Darmstadt. Die Kniebelastung von Müllwerkern kann mit der von Hochleistungssportlern verglichen werden.

Damit muss die Meniskuserkrankung eines Betroffenen als Berufskrankheit anerkannt werden, wie das Landessozialgericht Hessen entschied.

In dem Fall hatte ein Müllmann im Job ein sogenanntes Verdrehtrauma im rechten Kniegelenk erlitten. Die Berufsgenossenschaft wollte das aber nicht als Berufskrankheit anerkennen, da sie im täglichen Job keine Kniebelastungen erkennen konnte.

Das Gericht sah das anders: Müllmänner seien ganz im Gegenteil in hohem Maße Belastungen der Kniegelenke ausgesetzt, da das Knie beim Aufspringen auf den Müllwagen, beim Abspringen sowie beim Laufen in der täglichen Arbeit besonders belastet sei. Da keine berufsunabhängigen Risikofaktoren für das Kniegelenk festgestellt wurden, musste die Berufsgenossenschaft zahlen. (Aktenzeichen: LSG Hessen L 9 U 211/09)
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