Bundesfinanzhof befasst sich erneut mit Ausbildungskosten

Von: dapd
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München. Der Bundesfinanzhof wird sich erneut mit der Frage der Absetzbarkeit der Kosten für die erste Berufsausbildung befassen müssen.

Im Zentrum des Verfahrens (Aktenzeichen: VI R 8/12) stehen dabei vor allem die Fragen, ob es möglich ist, die Ausbildungskosten grundsätzlich vom Werbungskostenabzug auszuschließen - wie der Gesetzgeber es Ende 2011 geregelt hat - und ob es zulässig ist, diesen Ausschluss rückwirkend bis 2004 zu regeln. Betroffene sollten die Revision beim Bundesfinanzhof nutzen, um ihre Steuerbescheide hinsichtlich der Ausbildungskosten offen zu halten, damit sie von einer positiven Entscheidung profitieren.

Schon seit Jahren schwelt der Streit um die Frage, wie die Kosten für die erste Berufsausbildung absetzbar sind. Die Finanzverwaltung will sie nur als Sonderausgaben absetzen, der Bundesfinanzhof will sie als Werbungskosten anerkennen. Der Vorteil der richterlichen Sichtweise für den Steuerzahler: Er kann die Kosten in die Jahre verschieben, in denen tatsächlich ein Einkommen erzielt wird, und dort dann Steuern senken. Mit Sonderausgaben ist das nicht möglich.
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