München/Stuttgart - Blechschaden im Parkhaus: Zettel hinterlassen reicht nicht

Blechschaden im Parkhaus: Zettel hinterlassen reicht nicht

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Wer beim Parken eine Beule im nebenstehenden Auto verursacht, sollte die Polizei verständigen. Foto: dpa

München/Stuttgart. Verursachen Autofahrer einen Blechschaden im Parkhaus, reicht es nicht, wenn sie am beschädigten Wagen einen Zettel mit ihren Kontaktdaten hinterlassen. Das kann als Unfallflucht ausgelegt werden, wie der Verkehrsrechtsexperte Volker Lempp vom Auto Club Europa (ACE) erläutert.

Laut Strafgesetzbuch besteht sogar die Pflicht, beim beschädigten Auto zu warten, bis dessen Besitzer zurückkehrt. Wer nicht warten kann, sollte die Polizei rufen. Sie könne dann den Halter des Wagens ermitteln und den Kontakt herstellen.

Jedes sechste Parkhaus ist in einem ADAC-Test durchgefallen. Der Autoclub bemängelte unter anderem, dass die Parklücken in vielen deutschen Parkhäusern zu eng sind. Nur in einem Drittel der 50 überprüften Parkhäuser in zehn Städten waren die Parkbuchten wie vom Club empfohlen mindestens 2,50 Meter breit.

Dass sich ein Parkhausbetreiber angesichts solcher Mängel für einen Unfallschaden verantwortlich machen lasse, kann sich ACE-Experte Lempp aber nicht vorstellen. „So ein Fall ist mir nicht bekannt.” Wenn eine Parklücke so eng sei, dass Fahrer nicht unfallfrei hineinkommen können, sollten sie auch nicht versuchen.
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