Betriebsrat-Schulung: Arbeitgeber muss auch englischen Kurs bezahlen

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Berlin. Spricht ein Betriebsratsmitglied zu schlecht Deutsch, um einer Schulung auf Deutsch zu folgen, muss der Arbeitgeber einen Kurs in der Muttersprache bezahlen.

Das gilt jedenfalls, wenn die Teilnahme an dem Kurs erforderlich ist, damit der Arbeitnehmer im Betriebsrat seine Arbeit machen kann. Das hat das Arbeitsgericht Berlin entschieden (Az.: 24 BV 15046/10), wie die Deutsche Anwaltauskunft mitteilt.

In dem konkreten Fall entsandte der Betriebsrat zwei seiner Mitglieder, die amerikanische Staatsbürger waren, zu einer dreitägigen Schulung. Hier eigneten sich die beiden in englischer Sprache Grundkenntnisse im Arbeits- und Betriebsverfassungsrecht an. Anschließend weigerte sich der Arbeitgeber, die Kosten zu übernehmen.

Dazu sei er jedoch verpflichtet, entschieden die Richter. Die Schulung habe Kenntnisse vermittelt, die für die Tätigkeit als Betriebsrat erforderlich gewesen sei. Die beiden Arbeitnehmer hätten einer Schulung auf Deutsch aber nicht folgen können.
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