Beruflich genutzte Online-Netzwerke gehören nicht dem Arbeitnehmer

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Stuttgart. Soziale Online-Netzwerke am Arbeitsplatz zu nutzen, kann Beschäftigten rechtliche Probleme einbringen. Das gilt vor allem dann, wenn private und berufliche Nutzung sich nicht sauber trennen lassen.

Das sei jedoch häufig der Fall, sagt Arbeitsrechtlerin Birte Keppler aus Stuttgart. Pflegt ein Arbeitnehmer beispielsweise über sein Xing-Konto nicht nur private Kontakte, sondern akquiriert er auch neue Kunden, liegt eine Mischform vor. Probleme kann das provozieren, wenn der Beschäftigte den Betrieb verlässt und sich die Frage stellt, wem die Daten aus dem Netzwerk gehören.

Es gibt Keppler zufolge bisher kaum „Social-Media-Guidelines”, also Regelwerke, mit denen Unternehmen zum Beispiel festlegen, ob Mitarbeiter Informationen wie Geschäftskontakte herausrücken müssen. „Wir sind da noch ganz am Anfang der Entwicklung.”

Solche Regeln seien allerdings zu empfehlen, um spätere Diskussionen über das Thema zu vermeiden. Davon profitierten im Zweifelsfall beide Seiten. Eskaliert der Streit etwa darüber, ob der Arbeitnehmer sämtliche Daten seinem Arbeitgeber überlassen muss, könne keine Seite sicher sein, wie ein Arbeitsgericht entscheidet. „Die meisten Gerichte haben mit diesem Thema noch keine Erfahrungen”, erläuterte die Juristin.
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