Münster - Bergwerk-Betreiber haften für belastetes Wasser

Bergwerk-Betreiber haften für belastetes Wasser

Von: dpa
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Münster. Nach dem Stilllegen eines Bergwerks müssen die Betreiber weiterhin für die Klärung von mit Schwermetall belastetem Wasser Sorge tragen.

Das hat das Oberverwaltungsgericht in Münster am Donnerstag entschieden. In dem Prozess ging es um ein ehemaliges Schwefelkies-Bergwerk in Lennestadt im Sauerland.

Dort waren von 1852 bis zur letzten Schicht im Jahr 1992 Pyrit, Zink und Blei unter Tage abgebaut worden. Seit 1999 tritt Grubenwasser aus einem Stollen aus. Die Bergwerk-Betreiber hatten das belastete Wasser vor Einleitung in die Lenne noch jahrelang in einer Kläranlage gereinigt. Vom Jahr 2008 an hatten sie dann aber mit der Bergbehörde gestritten, ob sie noch weiterhin dafür verantwortlich sind (Az.: 11 A 2635/09).

Das OVG gab der Bergbehörde Recht und urteilte, die Betreiber seien auch weiterhin für die Klärung des Grubenwassers heranzuziehen. Sie würden „jedenfalls zum gegenwärtigen Zeitpunkt und auf absehbare Zeit durch die Kosten nicht unverhältnismäßig belastet”, erläuterte ein Sprecher die Entscheidung. Außerdem sei „der Austritt des belasteten Grubenwassers Folge des früheren Bergbaus”.

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