Bei ungeklärtem Unfallhergang gilt Schadensteilung

Von: dapd
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Berlin. Kann der genaue Unfallhergang nicht geklärt werden, tragen die Unfallbeteiligten den Schaden anteilig. Bei einem Auffahrunfall spricht der Anscheinsbeweis dafür, dass das auf den Vordermann aufgefahrene Fahrzeug Schuld am Unfall trägt.

Anders verhält es sich, wenn der Vorausfahrende erst kurz zuvor in den Fahrstreifen des Auffahrenden gewechselt war. Auf ein entsprechendes Urteil des Kammergerichts Berlin macht der Deutsche Anwaltvereins aufmerksam.

In dem Fall war bei einem Auffahrunfall nicht klar, ob der Vorausfahrende kurz vor dem Hintermann plötzlich in die linke Spur gewechselt war oder ob er geblinkt hatte und bereits einige Weile in der linken Spur gefahren war. Als der Vordermann bremsen musste, konnte der Hintermann den Zusammenstoß nicht verhindern.

Für das Gericht konnte letztlich der genaue Unfallhergang nicht geklärt werden. Auch wenn das Gericht einem Zeugen mehr Glauben schenken könne als dem anderen, seien beide Versionen möglich. Daher bliebe nichts anders übrig, als den Schaden hälftig zu teilen. (Aktenzeichen: Kammergericht Berlin 12 U 46/09)
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