Bei falscher Sehstärke schnell beschweren

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Berlin/Hildesheim. Wer eine Brille mit falscher Sehstärke vom Arzt verschrieben bekommen hat, sollte sich schnell beschweren. Eine Klage gegen den Mediziner zwei Jahre nach der Verschreibung kommt zu spät.

Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Hildesheim hervor, auf das die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist (AZ: 1 S 57/08).

Der Kläger litt häufig unter Kopfschmerzen, nachdem ihm sein Augenarzt eine neue Brille verschrieben hatte. Er führte die Schmerzen darauf zurück, dass der Arzt die Sehstärke falsch bestimmt habe. Deshalb klagte er auf Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Doch die Richter wiesen seine Klage ab. Denn zwei Jahre nach der Verschreibung könne nicht mehr festgestellt werden, ob der Arzt die Sehstärke falsch gemessen hat. Außerdem könne sich diese inzwischen verändert haben. Der Mann hätte die Brille sofort absetzen und eine Nachuntersuchung machen sollen, als die ersten Beschwerden auftraten.
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