Bei Dauerrot an der Ampel lieber etwas länger warten

Von: ddp
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rote ampel
Auch bei einer scheinbar endlosen Rotphase heißt die Devise: Geduld bewahren. Foto: ddp

München. Wenn an einer Ampel die Rotphase endlos zu sein scheint, sollten Autofahrer nicht voreilig der Versuchung nachgeben, die Kreuzung bei Rot zu passieren.

Zwar dürfen Autofahrer bei Dauerrot an einer vermutlich defekten Ampel nach einer „angemessenen” Wartezeit vorsichtig weiterfahren. „Wie viele Minuten angemessen sind, kann aber von Fall zu Fall unterschiedlich sein”, beschreibt ADAC-Fachmann Maximilian Maurer das Problem. So seien Ampelschaltphasen an vielbefahrenen Kreuzungen durchaus länger als an Kreuzungen auf Nebenstrecken.

Bei einem echten Defekt seien moderne Ampeln zudem so geschaltet, dass das gelbe Licht für alle Verkehrsteilnehmer blinke. Dann gelte an Kreuzungen die vorhandene Beschilderung oder der Grundsatz „rechts vor links”.

Maurer verweist in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm. Demnach könne von einem Ampel-Funktionsfehler ausgegangen werden, wenn das Rotlicht „wesentlich länger” als drei Minuten leuchte.

Um auf der sicheren Seite zu sein, solle man eine Wartezeit von mindestens fünf Minuten oder mindestens zwei normale Schaltphasen abwarten, bevor die Kreuzung trotz Rot überquert werde. Dabei müssten Autofahrer besonders vorsichtig in den Kreuzungsbereich einfahren. Komme es zu einem Unfall, erhalte der Fahrer mit Dauerrot die volle Schuld.

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