München - Auto weg oder Haft: Das droht Verkehrssündern im Ausland

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Auto weg oder Haft: Das droht Verkehrssündern im Ausland

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München. Auf Tempolimits pfeifen oder betrunken am Steuer sitzen kann im Ausland nicht nur ziemlich teuer werden.

In manchen Ländern ist der Urlauber sogar den Wagen los oder muss ins Gefängnis. Darauf macht der ADAC in München aufmerksam.

Die Italiener beschlagnahmen bei einer Alkoholfahrt mit mehr als 1,5 Promille zum Beispiel das Auto und versteigern es. Und wer in Spanien mehr als 60 Stundenkilometer zu schnell oder mit mehr als 1,2 Promille Alkohol im Blut unterwegs ist, muss mit drei Monaten Haft rechnen.

Viele Verkehrssünden im EU-Ausland seien vor allem deutlich teurer als in Deutschland, erklärt der ADAC. Besonders streng ist Norwegen: Die rote Ampel oder das Überholverbot zu missachten, kostet dort jeweils 670 Euro. Auch zu schnelles Fahren sei dort am teuersten. Kaum günstiger werde es in Finnland und Schweden. Auch für das Handy am Steuer werden oft saftige Bußgelder fällig: In Italien sind es mindestens 150 Euro, in den Niederlanden 180 Euro.

Der ADAC weist außerdem darauf hin, dass sich nicht bezahlte Bußgelder schnell deutlich verteuern können. In Griechenland koste unerlaubtes Überholen nach zehn Tagen bereits 700 Euro - und damit doppelt so viel wie beim sofortigen Zahlen.

Seit dem 28. Oktober 2010 können nicht bezahlte Bußgelder aus den anderen 26 EU-Ländern auch in Deutschland vollstreckt werden. Der ADAC rät Urlaubern, sich vor Beginn ihrer Reise genau über die Verkehrsvorschriften in Zielland informieren.
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