Stuttgart - Auch Androhung von Gewalt kann zu Wohnungsverweis führen

Auch Androhung von Gewalt kann zu Wohnungsverweis führen

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Stuttgart. Auch die Androhung von Gewalt kann dazu führen, dass der Täter die Wohnung des Opfers nicht mehr betreten darf. Solche Schutzanordnungen sind nach dem Gewaltschutzgesetz nicht nur dann möglich, wenn schon Tätlichkeiten begangen wurden, sondern auch bei psychischer Gewalt.

Darauf weist das Justizministerium Baden-Württemberg in Stuttgart in der neuen Broschüre „Stark gegen häusliche Gewalt” hin. Der Richter könne sie zum Beispiel auch dann anordnen, wenn der Täter vorsätzlich in die Wohnung seines Opfers eindringt oder es in unzumutbarer Weise belästigt.

Die Schutzanordnungen nach dem Gewaltschutzgesetz müssen vom Opfer ausdrücklich beim Gericht beantragt werden. Dafür ist eine Begründung erforderlich. Deshalb sei es ratsam, von Anfang an alle wichtigen Informationen zusammenzutragen, erläutert das Justizministerium. Das Opfer sollte zum Beispiel Verletzungen mit Fotos dokumentieren und ärztliche Atteste oder Polizeiberichte sammeln. Wenn andere Menschen die Taten gesehen haben, sollten sie als Zeugen genannt werden.

Hilfreich seien außerdem detaillierte, mit Orts- und Zeitangaben versehene Schilderungen des Sachverhaltes. Hat die Polizei bereits einen Wohnungsverweise ausgesprochen, sollte diese Entscheidung als Kopie beigelegt werden, rät die Ministerium.

Informationen: Die kostenlose Broschüre „Stark gegen häusliche Gewalt” kann telefonisch bestellt werden unter 0711 - 279 21 10.
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