Arzt-Zeugnis reicht nicht für Übernahme von Krankenhauskosten

Von: ddp.djn
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Koblenz. Man sollte meinen, dass ein Arzt eigentlich in der Lage sein sollte, die medizinische Notwendigkeit eines Eingriffes beurteilen zu können. Das Oberlandesgericht Koblenz kam jedoch zu der Erkenntnis, dass das Zeugnis des behandelnden Arztes kein geeignetes Beweismittel sei.

In dem Fall hatte ein Mann eine Therapie begonnen, um seine jahrelangen Schmerzen endlich loszuwerden - mit Erfolg. Doch die private Kasse weigerte sich, die Kosten zu übernehmen, nachdem ein Sachverständiger die Therapie als medizinisch nicht notwendig eingestuft hatte.

Der Patient wollte, dass sein Arzt vor Gericht aussagen durfte, um die Einschätzung des gerichtlich bestellten Sachverständigen widerlegen zu können. Das aber ließen die Richter nicht zu. Ihrer Ansicht nach bestand an der Sachkunde des Sachverständigen kein Zweifel.

Damit musste der Mann die Kosten für die Therapie aus eigener Tasche zahlen. (AZ: 10 U 959/08)
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