Arbeitgeber muss Pflichtverstoß frühzeitig abmahnen

Von: dapd
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Hamm. Arbeitgeber müssen wiederholte Pflichtverstöße von Arbeitnehmern frühzeitig abmahnen. Dokumentieren sie die Pflichtverstöße lediglich, um später eine fristlose Kündigung zu begründen, ist die Kündigung rechtswidrig, wie das Landesarbeitsgericht Hamm entschied.

Im konkreten Fall hatte ein Arbeitnehmer wiederholt seinen Arbeitsplatz für eine Raucherpause verlassen, ohne sich im Zeiterfassungssystem auszustempeln. Der Arbeitgeber beobachtete innerhalb von sechs Wochen elf derartige Verstöße gegen die geltende Gleitzeitregelung, die sich auf einen Arbeitszeitbetrug von 267 Minuten summierten.

Die daraufhin ausgesprochene fristlose Kündigung hielten die Richter jedoch ebenso für unzulässig wie eine ordentliche Kündigung. Denn es sei nicht auszuschließen, dass der Arbeitnehmer bei rechtzeitiger Abmahnung auf weitere Raucherpausen zulasten seines Arbeitgebers verzichtet hätte. (LAG Hamm, Urteil vom 17. März 2011, AZ: 8 Sa 1854/10)
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