Karlsruhe - Anzeige in Immobilienportal kann Provisionsanspruch auslösen

Anzeige in Immobilienportal kann Provisionsanspruch auslösen

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Karlsruhe. Ein in einer Anzeige enthaltener Hinweis auf eine Maklerprovision kann ein eindeutiges Provisionsverlangen darstellen und damit Grundlage für einen Maklervertrag sein.

Auf eine entsprechende aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofes weist der Immobilienverband Deutschland (IVD) hin (AZ: III ZR 62/11).

Eine Maklerin hatte in einem Immobilienportal eine Anzeige für den Verkauf eines Baugrundstücks geschaltet, die neben Grundstücksgröße und Kaufpreis einen Hinweis auf 7,14 Prozent Provision vorsah, informiert Ricarda Breiholdt, Rechtsberaterin beim IVD Nord.

Daraufhin meldete sich ein Kunde bei der Maklerin und erhielt die Adresse des Objektes sowie die Kontaktdaten des Verkäufers. Nachdem der Interessent das Grundstück erworben hatte, verlangte die Maklerin von ihm eine Provision von rund 60.000 Euro.

Der BGH stellte klar, dass ein Maklervertrag zustande kommen kann, wenn in einem Immobilienportal ein Provisionshinweis enthalten ist und der Interessent ausdrücklich auf die Anzeige Bezug nimmt. Der bloße Provisionshinweis im Internetportal wäre allerdings lediglich unverbindliche Offerte und stelle ähnlich einer Zeitungsanzeige noch kein Vertragsangebot dar.

Entscheidend ist die ausdrückliche Bezugnahme des Kunden auf das Inserat.
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