Anlernvertrag in Ausbildungsberufen unzulässig

Von: dpa
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Düsseldorf. Für eine Lehre in einem anerkannten Ausbildungsberuf ist ein sogenannter Anlernvertrag unzulässig.

Diese Berufe müssen in einem regulären Ausbildungsverhältnis erlernt werden. Andere Vertragsformen sind nichtig, wie sich aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts ergibt (Az.: AZR 317/08). Darauf weist die Zeitschrift „Personal” hin (Ausgabe 9/2010). Ein Anlernverhältnis umfasst in der Regel eine kürzere Spezialausbildung. Es verstößt aber gegen das Gesetz, wenn Lehrlinge in einer staatlich anerkannten Ausbildung wie Anlernlinge behandelt werden.

In dem Fall hatte ein Malermeister einen Anlernvertrag mit einer Frau geschlossen, die den Beruf des Malers und Lackierers lernen wollte. Die Richter sahen das aber als unrechtmäßig an, weil eine solche Lehre nach dem Berufsbildungsgesetz nur nach der geltenden Ausbildungsordnung zulässig ist. Wird trotzdem ein Anlernvertrag geschlossen, entsteht den Angaben zufolge ein reguläres Arbeitsverhältnis. Die Bezahlung müsse dann der üblichen Vergütung entsprechen.

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