Karlsruhe - Anlageberater müssen auch Ermittlungen gegen Fondsmanager offenlegen

Anlageberater müssen auch Ermittlungen gegen Fondsmanager offenlegen

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Karlsruhe. Anlageberater müssen sie ihre Kunden über alles aufklären, was für die Anlageentscheidung von Interesse sein kann.

Das gilt für Fonds aber auch für alle Umstände, die für die Seriosität und Zuverlässigkeit der Fondsverantwortlichen wichtig sein können, hat der Bundesfinanzhof (Az.: III ZR 81/11) entschieden.

In dem Fall ging es um einen Fondsverwalter, dem ein strafbares Verhalten zur Last gelegt wurde. Darauf muss der Anlageberater dem Urteil zufolge hinweisen, wenn solche Taten geeignet sind, die Vertrauenswürdigkeit des Fondsverantwortlichen infrage zu stellen. Entscheidend ist dabei nicht, ob der Betreffende bereits verurteilt ist oder nur ein Verfahren eingeleitet wurde.

Der Berater kann schon verpflichtet sein, auf das Verfahren hinzuweisen, wenn der Kunde ihm weitreichendes Vertrauen entgegenbringt. In dem Fall musste der Berater die vom Anleger eingezahlten Gelder plus Zinsen zurückzahlen.
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