Niedrigzinsphase: Immobilien als Altersvorsorge immer attraktiver

Von: rd
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Berlin. Des einen Freud ist des anderen Leid – während sich Immobilienkäufer über rekordverdächtige Niedrigzinsen freuen, ärgern sich private Anleger über Renditen, die niedriger kaum sein könnten.

Seit die EZB den Leitzins auf 0 Prozent gesenkt hat, lässt sich mit klassischen Sparprodukten kaum noch Rendite erzielen. Dementsprechend schwierig gestaltet sich gegenwärtig für viele Deutsche die private Altersvorsorge. Doch wie es so schön heißt: Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Aus diesem Grund nutzen immer mehr Menschen die Niedrigzinsphase zu ihren Gunsten und erwerben eine Immobilie für die private Altersvorsorge.

Niedrige Finanzierungszinsen treiben Immobilienmarkt an

Der Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland ist einfach nicht zu stoppen. Vor allem in den Großstädten und in Ballungszentren sind Eigentumswohnungen und Häuser zum Teil nahezu unbezahlbar geworden. In Grünwald, einem Vorort von München, kostet ein freistehendes Einfamilienhaus im Durchschnitt rund 1,55 Millionen Euro.

In Meerbusch bei Düsseldorf sind die Preise ähnlich hoch. Wer da keinen guten Immobilienmakler hat – den man mittlerweile auch bequem online beauftragen kann – ist quasi verloren.

Dennoch ist die Nachfrage nach Immobilien ungebrochen hoch. Laut den Analysten der Landesbausparkassen (LBS) wird sich daran so schnell auch nichts ändern – was die Immobilienpreise weiter ansteigen lässt: Die Experten rechnen bis zum Jahresende bundesweit mit einem weiteren Preisanstieg von drei bis vier Prozent.

Der Grund für die hohe Nachfrage sind die niedrigen Finanzierungszinsen – die Konditionen für die Finanzierung einer Eigentumswohnung oder eines Hauses könnten kaum besser sein.

Mit einer eigenen Immobilie fürs Alter vorsorgen

Wenn es schon mit dem Sparen nicht klappt, dann wenigstens mit dem Eigentum – davon hat man auch im Alter etwas. Laut einer aktuellen Umfrage des Versicherungskonzerns Axa verabschieden sich immer mehr Bundesbürger von den klassischen Sparplänen und wenden sich auf der Suche nach einer geeigneten Altersvorsorge dem Immobilienmarkt zu.

Demnach planen 18 Prozent der Befragten, eine Immobilie zur Eigennutzung zu erwerben. 16 Prozent der Befragten wollen mit der Vermietung einer Immobilie ihre zukünftige Rente aufstocken. Lediglich jeder zehnte Befragte hat hingegen Interesse an Versicherungssparplänen oder einer betrieblichen Altersvorsorge.

Eigene Immobilie – die beste Altersvorsorge?

Mit Mieteinnahmen die Rente aufzubessern, hat sich zu einem regelrechten Trend entwickelt. Experten warnen jedoch davor, nur auf Eigentum als Altersvorsorge zu vertrauen. Denn immerhin seien geeignete Immobilien in vielen Regionen mittlerweile rar und die Preise trotz günstiger Finanzierung keinesfalls zu unterschätzen. Dies erhöhe das Risiko von Wertverlusten und einer Renditeminderung für die Vermieter.

Hält dieser Trend an, könne sich die Zahl der privaten Vermieter beinahe verdreifachen. Für künftige Mieterhöhungen dürfte der zunehmende Wettbewerb kaum förderlich sein. Fazit: Wer sicher und effektiv für das Alter vorsorgen möchte, legt mit einer eigenen Immobilie eine gute Basis. Dennoch sollte man Geldanlagen breiter streuen. Denn wer alles auf eine Karte setzt, kann auch alles verlieren.

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