Dating-Apps: Tinder und Co. auf dem Vormarsch

Von: rd
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Foto: pixabay, CC0 Public Domain

Berlin. Heutzutage wird das Smartphone für viele Dinge des Alltags genutzt: zum Shoppen, als Fitness-Partner und als allwissende Informationszentrale. Mit speziellen Apps geht es zudem im Bus oder in der Mittagspause auf Partnersuche.

Die Flirt-Apps haben den digitalen Dating-Markt nachhaltig verändert: Weg von umfangreichen Psychotests und Fragebögen bei den großen Dating-Portalen hin zu schnellen Entscheidungen. Bringt das mehr als kurzweiligen Zeitvertreib?

Beim Flirten zählen zunächst nur die Äußerlichkeiten. Hobbys, Musikgeschmack oder Lebensziele sind da erst einmal nebensächlich. Tinder, die bekannteste unter den Dating-Apps, macht sich genau das zum Vorteil. Der User bekommt Fotos von anderen Nutzern in der näheren Umgebung angezeigt. Mit einem Wisch entscheidet er dann über Gefallen oder Nicht-Gefallen. Tinder wird vor allem genutzt, um schnell einen Sexpartner kennenzulernen.

Daher auch die Bezeichnung Tinderella für sexuell besonders aktive Tinder-Nutzerinnen. Oberflächlich? Durchaus. Tinder gilt als die oberflächlichste Dating-App der Welt. Wer auf der Suche nach mehr ist, muss jedoch nicht auf Mobile Apps zur Partnersuche verzichten. Mit Lovoo, Badoo oder Zoosk gibt es für jeden Geschmack eine ernstzunehmende und seriöse Alternative.

Was können die Tinder-Alternativen?

Lovoo

Lovoo zählt weltweit 26 Millionen Nutzer. Das ist schon mal eine gute Ausgangsbasis, um jemanden kennenzulernen. Lovoo funktioniert ähnlich wie Tinder, ohne ein Image als Hookup-App zu haben. Die Anwendung wird nämlich nicht nur zum Daten genutzt, sie dient ebenso zum Social Discovering, das heißt zur Kontaktaufnahme mit Leuten in der Umgebung.

So wird die App auch von Leuten genutzt, die neu in einer Stadt sind und einfach nur Bekannte suchen. Die Radarfunktion zeigt andere Lovoo-Nutzer im Umkreis an. Dann kann man, ähnlich wie bei Tinder, die vorgeschlagenen User anhand ihrer Bilder bewerten und bei einem Match mit ihnen chatten. Im Gegensatz zu Tinder muss man für die Nutzung auch nicht seine Facebook-Daten herausrücken. So bleibt ein wenig Rest-Anonymität erhalten.

Badoo

Bei Badoo tauschen die Mitglieder wie in einem sozialen Netzwerk Nachrichten miteinander aus. Außerdem kann man sehen, wer das eigene Profil besucht hat. Herzstück ist das Volltreffer-Spiel. Auch hier werden Fotos von anderen Usern bewertet.

Daneben gibt es noch eine Reihe von weiteren Funktionen wie das "Superpowers"-Feature. Damit kann man dafür sorgen, dass die eigenen Nachrichten vor denen anderer Nutzer gelesen werden. Die Flirtmöglichkeiten sind allerdings begrenzt. Unbegrenzt Leute anschreiben, ist hier nicht kostenlos möglich. Die Nutzerzahlen sind daher nicht so hoch wie bei kostenlosen Apps.

Zoosk

Zoosk setzt neben den regulären Such- und Chatfunktionen auf ein sogenanntes "Behavioral-Matching"-System. Es soll die Partnervorschläge optimieren. Dazu analysiert es das Verhalten und die Bewertungen der User. Das kann einem tatsächlich den Traumpartner näher bringen. Das System schränkt aber gleichzeitig die Auswahl auf Menschen ein, die ähnlich ticken.

Als nettes Gimmick können bei Zoosk virtuelle Rosen verschickt werden. Um die App richtig nutzen zu können, muss man allerdings einen Monatsbeitrag bezahlen. Dieser liegt derzeit bei 29,90 für einen Monat und bei 14,90 bei sechsmonatiger Bindung. Ohne Mitgliedschaft kann kein Kontakt mit anderen Mitgliedern aufgenommen werden. Bei diesem Preis kann man allerdings davon ausgehen, dass es die anderen Nutzer ernst mit der Partnersuche meinen.

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