Aberglaube im Fußball? So stehen die Stars zu Nummer 13 und speziellen Riten

Aberglaube im Fußball? So stehen die Stars zu Nummer 13 und speziellen Riten

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Stadion
Foto: © Csaba Peterdi - Fotolia.com

Im März 2015 war es erst wieder so weit - und das schon zu zweiten Mal in diesem Jahr: Es war Freitag der 13. Ein angeblicher Unglückstag, an dem besonders viele Missgeschicke und Unfälle passieren sollen. Manch einer versucht sogar, an einem Freitag den 13. gar nicht das Haus zu verlassen.

 Wer es sich einredet, der stolpert wahrscheinlich wirklich über die Teppichkante oder rammt beim sonst so sicheren Einparken das Nachbarauto. Doch wenn die Unfallstatistiken betrachtet werden, ist festzustellen, dass an einem Freitag den 13. gar nicht mehr Unfälle als sonst passieren.

Die Nummer 13

Unter Fußballspielern gibt es überraschend viele, die abergläubisch sind und bestimmte Rituale vollziehen möchten oder auf eine Rückennummer bestehen. Auch an diesem Freitag den 13. wurde ganz regulär Fußball gespielt, wenngleich auch nur zwei Teams der 1. Bundesliga betroffen waren. Für den VfB Stuttgart war Freitag der 13. dabei tatsächlich ein rabenschwarzer Tag, mit einem 4:0 musste sich der Verein Bayer Leverkusen geschlagen geben.

Leverkusen hingegen wird gegen diesen Unglückstag somit wohl kaum etwas Schlechtes sagen können. Auch für Fans der Vereine stand der Tag damit unter einem besonderen Stern und sorgte dafür, dass die Wettquoten sich ebenfalls attraktiv gestalteten - für die einen mehr, für die anderen weniger, wie ein tagesaktueller Blick auf Fußball-wetten.com verriet.

Die 13 steht aber nicht nur als Datum in Zusammenhang mit einem Freitag in Verruf. Auch ganz allgemein gilt die 13 als Unglückszahl: In vielen Flugzeugen gibt es keine 13. Sitzreihe, Hotels haben keine 13. Etage und so manch ein Verein verzichtet lieber ganz auf die Vergabe der 13 als Rückennummer. Bei Borussia Dortmund, dem HSV, dem VfL Wolfsburg und Werder Bremen muss zum Beispiel niemand mit dieser Nummer auflaufen.

Spieler anderer Vereine hingegen tragen die Nummer sogar stolz und ohne Angst:

- Rafinha (Bayern München)

- Eric Maxim Choupo-Moting (Schalke 04)

- Tobias Werner (FC Augsburg)

Um nur drei der sieben Spieler der 1. Bundesliga zu nennen, die momentan die Nummer 13 auf dem Rücken tragen.

Die 13 hat sich in der Vergangenheit als Rückennummer aber sogar bewähren können und wurde von dem einen oder anderen Star getragen: Gerd Müller schoss seinerzeit mit dieser Nummer zahlreiche Tore, Michael Ballack galt mit der 13 als einer der wichtigsten Spieler der deutschen Nationalmannschaft und Thomas Müller ist der aktuelle Träger der 13 bei den Deutschen und hat seinem Team damit ebenfalls das eine oder andere Mal zum Sieg verholfen.

Zur Sicherheit: der Glücksbringer

Eigentlich sollten sich Sportler während des Spiels auf ihr Talent und Können verlassen, aber manchmal bedarf es auch einer kleinen Portion Glück, um das entscheidende Tor zu schießen oder ein sicher geglaubtes zu verhindern. Für diese soll bei so manchem Spieler - und auch Trainer - ein Glücksbringer sorgen.

Ketten und Armbänder sind mittlerweile auf dem Spielfeld verboten, daher mussten sich die Spieler etwas Neues einfallen lassen. Manche Glücksbringer sind offensichtlich und den Fans längst bekannt, andere waren längere Zeit ein Geheimnis und sind erst durch eine Umfrage des offiziellen Magazins der Deutschen Fußball Bundesliga im Jahr 2011 ans Licht gekommen:

- Neven Subotic (Borussia Dortmund): ein um den linken Arm gewickeltes braunes Band, das er während des Spiels als Haarband trägt.

- Maik Franz (zuletzt Hertha BSC): eine 50 Pfennig Münze aus der ehemaligen DDR, die er von seinem Onkel geschenkt bekommen hat und immer in seiner Waschtasche getragen hat.

- Stefan Reisinger (1. FC Saarbrücken): es gibt sie tatsächlich, die Glückssocken. Reisinger zieht immer das gleiche Paar unter seine Stutzen - gewaschen werden diese natürlich regelmäßig.

- Andreas Luthe (VfL Bochum): ein türkisfarbenes Handtuch, das er einmal, als er verletzt war von jemandem, dessen Namen er aus abergläubischen Gründen nicht nennen möchte, geschenkt bekommen hat. Dieses Handtuch muss nun bei Spielen immer dabei sein.

- Patric Klandt (FSV Frankfurt 1899): er umwickelt vor jedem Spiel seine Handgelenke mit Tapeband und schreibt die Anfangsbuchstaben seiner Familienmitglieder auf das linke Tape.

- Roy Präger (ehemals HSV und VfL Wolfsburg): ein Glückspfennig (den er angeblich von seiner Oma geschenkt bekommen hatte), den er in seinen Schuh geklebt hatte.

(Quelle: http://www.tz.de/sport/fussball/ketten-pudelmuetzen-mehr-gluecksbringer-fussballstars-1219190.html)

Viele andere Spieler haben ebenfalls Glücksbringer dabei, wenngleich sie diese auch am Spielfeldrand lassen müssen: Ketten, Armbänder, Kuscheltiere und weiteres.

Riten in der Kabine und auf dem Platz

Neben Talent ist im Fußball auch ein weiterer Punkt sehr wichtig: die Zusammengehörigkeit. Fußball ist - wie jeder weiß - ein Mannschaftssport. Manch ein Trainer oder Spieler hat dazu bei seinem Team ein Ritual eingeführt, dass alle gemeinsam begehen. Das kann zum Beispiel das Hören eines bestimmten Songs sein oder ein gemeinsamer "Schlachtruf", ehe es auf das Feld geht.

Doch auch einzelne Spieler haben ihre Rituale, die sie konsequent vor den Spielen abspulen und die ähnlich wie ein Glücksbringer ein Sicherheitsgefühl geben und oftmals religiöse Hintergründe haben:

- Daniele de Rossi (AS Rom): er berührt vor jedem Spiel die Decke des Kabinengangs.

- Mladen Petric (Panathinaikos Athen) und Kolo Touré (FC Liverpool): beide möchten immer als Letzter auf den Platz gehen - dieses Ritual haben und hatten allerdings auch noch einige andere Fußball-Spieler. Matthias Lehmann (1. FC Köln) hingegen möchte immer als erster auf dem Platz sein.

- Rodnei (RB Leipzig): er betritt den Platz immer zuerst mit dem rechten Fuß, bekreuzigt sich und bedankt sich bei Gott.

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