Industrie weiterhin stark in Nordrhein-Westfalen

Von: rd
Letzte Aktualisierung:
Industrie
Flickr Calculator Jorge Franganillo CC BY 2.0

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt (BIP). Es beträgt 21 bis 22 Prozent des gesamten BIPs der Bundesrepublik. Im Vergleich zum Vorjahr bliebe es stabil, während andere Bundesländer ein Wachstum ihres BIP verzeichneten.

 2015 betrug das BIP des bevölkerungs- und industriestarken Bundeslands mehr als mehr als 645.000 Millionen Euro. Die Studienergebnisse wurden im Frühjahr von der Hessischen Landesbank (Helaba) vorgestellt. Demnach war Baden-Württemberg das Land mit dem höchsten jährlichen Wachstum von 3,1 Prozent.

Das zweitschwächste Bundesland nach Nordrhein-Westfalen mit seinem Nullwachstum war Sachsen-Anhalt mit 0,1 Prozent Wachstum. Das deutschlandweite Durchschnittswachstum betrug 1,7 Prozent.

Vor allem durch die Stagnation von "Schwergewicht" Nordrhein-Westfalen habe man die Zwei-Prozent-Marke nicht erreichen können. Insgesamt war das Wirtschaftswachstum jedoch erfreulich, und es wurde ein Überschuss von 2,8 Milliarden Euro verzeichnet. Zum Plus hatten unter anderem gestiegene Steuereinnahmen beigetragen.

Statistik: Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach Bundesländern im Jahr 2015 (in Millionen Euro) | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin verspricht nun, sich den Industrie-Unternehmen und Konzernen in seinem Bundesland verstärkt zuzuwenden. Ihnen wird nun ein Leitfaden mit dem Namen "Industriepolitische Leitlinien NRW: Zukunftsfähigkeit der Industrie in Nordrhein-Westfalen dauerhaft sichern" vorgestellt, zu dem sie gebeten werden, sich zu äußern.

Im vergangenen Monat traf sich Duin bereits mit dem Vorstand der Initiative "Kunststoffland NRW", um auch den Dialog mit der Leichtbau-Industrie zu stärken. Während viele Beschäftigte in der Region traditionellerweise in industriellen Unternehmen beschäftigt sind, hat auch die Startup-Szene mit Geschäftsideen aus IT und Dienstleistung mittlerweile Fuß gefasst.

Sie nutzt den direkten Kontakt zur Industrie vor allem für B2B-Lösungen im technischen Bereich. Viele kämen von der "Talentschmiede" Technische Hochschule Aachen (RWTH). Der Kapitalbedarf und entsprechend das Risiko sind hoch. Eine enge Verzahnung zwischen mittelständischer Industrie und Start-Ups ist deswegen unerlässlich. Eine Herausforderung für den Standort sei aber die "geographische Zersplitterung", die Szenetreffen und Meetings erschwert.

Der Mittelstand ist und bleibt vorerst der Schwerpunkt der Region. Die Industriebetriebe in Nordrhein-Westfalen erwirtschafteten im ersten Quartal dieses Jahres Umsätze in Höhe von mehr als 73 Milliarden Euro. Zwar gab es einen Rückgang gegenüber dem ersten Quartal im Vorjahr, doch war dieser bei den Auslandsumsätzen niedriger als bei den Inlandsumsätzen.

Der Umsatz der chemischen Industrie war mit 9,8 Milliarden Euro am höchsten. Die Maschinenbauer standen auf dem zweiten Platz. Von Februar bis April konnten sie wie berichtet ein Auftragsplus von 10 Prozent verbuchen. Zur Stärke der Industrie tragen unter anderem international tätige Unternehmen wie Ferrostaal mit Sitz in Essen bei. Es fungiert als Projektentwickler und EPC-Dienstleister für Industrieanlagen.

Neben Windenergie-, Recycling- und Beleuchtungslösungen widmet sich die 2.700 Mitarbeiter starke Gruppe vor allem Projekten im Bereich der Petrochemie und im Finanzierungssektor. Im vergangenen Jahr ging die Firma mit dem dänischen Unternehmen Haldor Topsoe ein Joint Venture ein, wodurch sie ihr Angebot um Katalysatoren- und Prozesstechnik erweitern konnte. Ferrostaal ist weltweit in rund 40 Ländern vertreten.

Zuletzt machte Ferrostaal Topsoe mit einem Großprojekt zum Thema Düngemittelproduktion in Tansania auf sich aufmerksam.  

Sie schreiben unter dem Namen:

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert