Zwei Millionen dopen am Arbeitsplatz - und jeder Fünfte ist dafür

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Berlin. Rund zwei Millionen gesunde Arbeitnehmer in Deutschland haben trotz hohen Suchtrisikos schon einmal ihre Leistung oder Laune mit Medikamenten steigern wollen.

Rund 800.000 nähmen regelmäßig leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Arzneimittel als Doping am Arbeitsplatz, berichtete die Deutsche Angestellten Krankenkassen DAK am Donnerstag in Berlin. Die Pillen kommen vielfach von Kollegen, Freunden oder aus dem Versandhandel.

Jeder fünfte Arbeitnehmer halte die Einnahme von Pillen ohne medizinischen Grund für vertretbar, um die Leistung zu erhöhen. DAK-Chef Herbert Rebscher warnte vor Nebenwirkungen und einem hohen Suchtpotenzial.

Bestimmte Medikamente etwa gegen Demenz, das „Zappelphilipp-Syndrom” ADHS oder Depressionen verordneten Ärzte vielfach ohne die entsprechende Diagnose. So bekamen gut 97 Prozent der Menschen mit dem Anti-Demenz-Wirkstoff Piracetam das Mittel, obwohl bei ihnen diese Diagnose gar nicht gestellt wurde. Die DAK hatte 3000 Arbeitnehmer befragen lassen und eigene Verordnungsdaten analysiert.
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