Hamburg/Scharbeutz - Zum Radfahren ins Schwimmbad: Aquafitness macht schlank und schont Gelenke

Zum Radfahren ins Schwimmbad: Aquafitness macht schlank und schont Gelenke

Von: dapd
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Hamburg/Scharbeutz. Fitnesstraining im Wasser war noch vor einigen Jahren in erster Linie die ganz traditionelle „Wassergymnastik”.

Die ist zwar noch immer fester Bestandteil im Angebot von Bädern und Thermen. Doch das Trainingsspektrum unter Wasser hat sich bedeutend erweitert, wie Fitnesstrainerin Gisela Kasnitz erläutert, die an der Ostseetherme Scharbeutz Aqua-Kurse leitet.

„Von Aqua-Hanteln und Fußbeschwerern über Jogging-Gürtel und Aqua-Stepper bis hin zu Aqua-Bikes zum Radeln gegen den Wasserwiderstand ist fast alles, was im gewöhnlichen Fitnessbetrieb angeboten wird, auch unter Wasser drin.” Der große Vorteil: Im Wasser sind die Übungen wirksamer und gleichzeitig schonender für Rücken und Gelenke.

Dank des Auftriebs wiege der Körper im Wasser nur noch ein Zehntel seines tatsächlichen Gewichts, erklärt die Fitnesstrainerin. Die Gelenke würden auf diese Art deutlich entlastet. „Der Widerstand ist dagegen je nach Geschwindigkeit der Bewegung bis zu 15 Mal höher als an Land, so dass Kraft und Ausdauer besser geschult werden.” Dadurch steigt der „fat-burning”-Faktor. Gleichzeitig wird durch die Kräfte des Wassers die Balance erschwert, die so ganz ohne Sturzgefahr wirksam geschult werden kann.

Der erhöhte Druck und die stärkere Leitfähigkeit des Wassers beeinflussten auch die Leistung der inneren Organe, vor allem der Atmungsorgane, des Herzens und der Gefäße positiv, ergänzt Sue Legahn vom Bundesverband für Aquapädagogik: „So wird zum Beispiel die Herzfrequenz im Wasser um durchschnittlich fünf bis zehn Schläge pro Minute reduziert und die Herz-Kreislauf-Funktion verbessert.” Frauen mit schwachem Bindegewebe und Cellulitis profitierten beim Training vom erhöhten Wasserdruck, der auf die Haut einwirke und sie massiere.

Zu Aquatrainerin Gisela Kasnitz in die Therme kommen hauptsächlich Senioren und Menschen, die wegen eines Gesundheitsrisikos wie beispielsweise Osteoporose, Rückenprobleme oder Übergewicht die gelenkschonende Trainingsmethode zu schätzen wissen. „Aber je mehr es sich herumspricht, wie effektiv das Training auch für junge, gesunde Menschen ist, desto mehr finden nach und nach den Weg zur Aqua-Fitness.”

Das bestätigt auch Verbandssprecherin Legahn: „Es gibt zunehmend trendige Fitnessstudios, die sich an Junge und Alte gleichermaßen richten und Aquajogging, Aqua-Cycling, Aqua-Boxing und Aqua-Pilates anbieten.”
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