Öhringen - Wissenswert: Wie das Deodorant den Schweißgeruch bannt

Wissenswert: Wie das Deodorant den Schweißgeruch bannt

Von: ddp
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Deo
Im Sommer unverzichtbar: Deoderant. Doch warum riecht ein verschwitzter Mensch ueberhaupt so unangenehm und wie schafft es ein Deo, diesen Effekt eine Zeitlang zu verhindern?

Öhringen. Ein schwüler Sommertag,­ schweißtreibende Hitze: Wer sich da nicht mit einem Deodorant gewappnet hat, fängt schnell an zu miefen, denn vor Schweißgeruch ist niemand sicher. Doch warum riecht ein verschwitzter Mensch überhaupt so unangenehm und wie schafft es ein Deodorant, diesen Effekt eine Zeitlang zu verhindern?

„Frischer Schweiß hat gar nicht diesen typischen Schweißgeruch”, sagt der Dermatologe Daniel Schäfer aus Öhringen. Die eigentlichen Stinker sind nämlich Bakterien, die auf unserer Haut leben. Sie zersetzen organische Substanzen im Schweiß ­- erst die Abbauprodukte müffeln. Es entsteht beispielsweise Buttersäure, die für den unangenehmen Schweißgeruch verantwortlich ist.

Deodorants setzen den Hebel schon bei den Verursachern an: „Sie enthalten Wirkstoffe, die das Bakterienwachstum hemmen, so dass sie erst gar keinen Geruch produzieren können”, erklärt Schäfer. Außerdem überdecken oft Parfüms in den vielen unterschiedlichen Produkten unerwünschte Körpergerüche. Das grundlegende Prinzip des Deodorants nutzen Menschen übrigens schon sehr lange: Gut riechen wollten beispielsweise auch schon die alten Ägypter -­ aus dem heißen Land am Nil stammen die ersten Deos.

Neben den eigentlichen Deodorants gibt es auch noch die so genannten Antitranspirants. Im Gegensatz zu den klassischen Deodorants blockieren die Antitranspirants die Schweißbildung schon von Anfang an: „Sie enthalten Substanzen, die Schweißdrüsen verengen, damit sie weniger Schweiß produzieren”, sagt Schäfer. Damit entziehen sie den Bakterien ihre Lebensgrundlage und sorgen nebenbei für Trockenheit. Oft findet sich auch eine Kombination aus beiden Wirkungsweisen in Produkten zur Unterdrückung von Körpergeruch.

Grundsätzlich gilt aber beim Thema Schweiß: Er ist etwas Gutes ­ dahinter steckt eine wichtige Strategie unseres Körpers, um uns vor Überhitzung zu schützen. Die zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen in unserer Haut sondern dazu täglich zwischen einem halben bis hin zu mehreren Litern Schweiß ab ­- je nach Kühlungsbedarf. Die Flüssigkeit verdunstet auf unserer Haut und senkt dadurch die Körpertemperatur.

Wenn dieser Effekt sehr gefragt ist, kann ein Deo sehr hilfreich sein, um gerade im Sommer ein wenig länger „frisch” zu bleiben. Auf Dauer ersetzt aber auch das beste Deodorant der Welt nicht eine Dusche.
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