Peking - WHO-Alarm wegen resistenter Tuberkulose

WHO-Alarm wegen resistenter Tuberkulose

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Eine Krankenschwester bereitet eine Injektion für einen Tuberkulose-Patienten in Alem Kitmama in Äthiopien vor (Foto Juni 2002). Tbc-Erreger können sich im Körper in sogenannten Tuberkeln abkapseln und darin ausharren, ohne vom Immunsystem erkannt zu werden. In diesem Dämmerzustand können Arzneien den Bakterien nichts anhaben. Deshalb ist die Krankheit bis heute schwierig zu behandeln. Ein Impfstoff könnte jedoch die Welt von der Krankheit befreien, sagt Molekularbiologe Timo Ulrichs. Deshalb konzentrieren sich die Anstrengungen vieler Forscher auf die Entwicklung eines Serums. Foto: ddp

Peking. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Mittwoch vor einem drastischen Anstieg von multiresistenten Tuberkulose-Erregern gewarnt. „Schon heute ist die Situation alarmierend, und es könnte sehr schnell noch viel schlimmer werden”, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan zum Auftakt einer dreitägigen Fachkonferenz in Peking, an der Vertreter von etwa 30 Ländern teilnehmen

. Tuberkulose (Tb) ist weltweit die bakterielle Infektionskrankheit mit den meisten Todesfällen.

Im Jahr 2007 starben nach WHO-Angaben 1,7 Millionen Menschen an Tuberkulose. Etwa 500.000 Menschen seien damals mit multiresistenten Erregern infiziert gewesen, bei denen die Therapie oft versagt. Die Antibiotika-Behandlung der Krankheit, die meistens die Lunge befällt, dauert viele Monate und erfordert große Disziplin. Abgebrochene Therapien führen allerdings dazu, dass immer mehr Erregerstämme resistent werden. Besonders anfällig für die Krankheit sind immungeschwächte Patienten wie HIV-Infizierte oder arme Menschen.

Die Stiftung des Microsoft-Mitbegründers Bill Gates will China im Kampf gegen die resistenten Tb-Erreger unterstützen. Mit einer Finanzspritze in Höhe von 33 Millionen Dollar (etwa 25 Millionen Euro) soll China ein Präventionsmodell entwerfen, das auf andere Staaten übertragbar ist.

Sein Land wolle unter anderem neue Tests zur Diagnose entwicklen, sagte Chinas Gesundheitsminister Chen Zhu. Experten schätzen, dass pro Jahr 1,5 Millionen Tb-Fälle in China behandelt werden müssten - die genaue Zahl ist nicht bekannt.

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