Berlin - Weltherztag: Öfter auf das Herz hören

Weltherztag: Öfter auf das Herz hören

Von: vo
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Herz

Berlin. Nicht nur bei wichtigen Entscheidungen im Leben spielt das Herz oftmals eine größere Rolle als unser Kopf. Auch in Sachen Gesundheit sollten wir unserem Herzen viel häufiger Aufmerksamkeit schenken.

Der Motor unseres Körpers gerät schnell in Mitleidenschaft, ohne dass wir davon überhaupt etwas bemerken. Wichtige Lebensentscheidungen werden also nicht nur mit dem Herzen, sondern auch für das Herz getroffen. Dafür macht sich auch die Initiative Weltherztag stark.

Initiative gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wie jedes Jahr findet auch 2016 der Weltherztag am 29. September statt. Die Aktion haben die internationale World Heart Federation (WHF) und die Deutsche Herzstiftung initiiert, Unterstützung leistet die Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Kampagne soll über die Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufklären und Maßnahmen zu deren Vorbeugung aufzeigen.

Weltweit gelten Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems als häufigste Todesursache. Die Krankheiten treten infolge von mangelnder Bewegung, ungesunder Ernährung und Tabakkonsum auf. Dadurch verkalken die Arterien, und das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, steigt. Allein in Deutschland kommen so jedes Jahr 300.000 Menschen ums Leben.

Herzinsuffizienz: Ein schwaches Herz bedeutet Risiko

Ein Herzinfarkt kann sowohl die Folge als auch die Ursache einer Herzschwäche sein. Die sogenannte Herzinsuffizienz betrifft 1,8 Millionen Deutsche. Das Fatale: Mit zunehmenden Alter steigt das Risiko für Herzinsuffizienz. Weil die Bevölkerung immer älter wird, wird auch die Zahl der Betroffenen mit Herzschwäche immer weiter steigen - und damit vermutlich auch die Zahl der Sterbefälle durch Herzinfarkt.

Forscher aus Island liefern dazu dramatische Zahlen. Auf dem diesjährigen Europäischen Kardiologen-Kongress in Rom stellten die Wissenschaftler von der Universitätsklinik Reykjavik die Ergebnisse ihrer Langzeitstudie vor: Bis 2040 rechnen die Forscher mit doppelt so vielen Herzinsuffizienz-Patienten wie heute. Weitere 20 Jahre später soll sich die Anzahl sogar verdreifacht haben.

Herzensangelegenheiten für Gerald Asamoah: Medizin und Stiftung

Glücklicherweise macht auch die Medizin immer weiter Fortschritte. So konnte nach 30 Jahren mit LCZ696 erstmals wieder ein neuer Wirkstoff für die Behandlung von chronischer Herzschwäche gefunden werden. "Ich habe von LCZ696 gehört", freut sich der ehemalige Fußballprofi Gerald Asamoah in einem Interview mit der "Funk Uhr". "Ich begrüße alle Forschungsergebnisse, die die Leiden von Herzkranken lindern und die Sterblichkeit senken."

Der heutige Botschafter und Jugendtrainer des FC Schalke 04 hätte seine eigene Karriere wegen eines Herzfehlers im Alter von 19 fast an den Nagel hängen müssen. Nur durch die Hilfe US-amerikanischer Herzspezialisten konnte Gerald Asamoah seinen Traum von einer Laufbahn als Profifußballer verwirklichen.

Weil Gerald Asamoah weiß, dass ein gesundes Herz nicht selbstverständlich ist, hat er vor zehn Jahren die "Gerald-Asamoah-Stiftung für herzkranke Kinder" ins Leben gerufen. "Ich wollte etwas zurückgeben und mit meiner Geschichte verknüpfen", sagt der gebürtige Ghanaer. "Die Arbeit mit meiner Stiftung ist für mich eine Herzensangelegenheit."

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