Weiche Schläuche reduzieren Verletzungsrisiko bei Darmspiegelung

Von: dapd
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Saarlouis. Ab dem 55. Lebensjahr gehört die Darmspiegelung, Koloskopie genannt, zum Vorsorgeprogramm der Krankenkassen.

Doch viele Menschen haben Angst vor der Untersuchung und nutzen die wichtige Chance zur Krebsfrüherkennung nicht. „Dabei sind die Ängste in der Regel absolut unbegründet”, sagt Dagmar Mainz, Vorsitzende des Berufsverbands Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V., und ergänzt: „Die Sorge vor der Untersuchung begründet sich meistens in fehlender Aufklärung.”

Im Vorfeld sollten Patienten sich vom Hausarzt oder behandelnden Gastroenterologen genau über die Darmspiegelung aufklären lassen: „Es ist wichtig, dass wirklich alle Fragen vom Arzt in Ruhe beantwortet werden”, empfiehlt die Gastroenterologin mit eigener Praxis im saarländischen Saarlouis. Wie läuft die Darmentleerung und Abführung im Vorfeld? Welches Schlaf- beziehungsweise Beruhigungsmittel wird verabreicht? Wie lange ist man geschäftsunfähig und wie sieht der Schlauch aus, der in den Darm eingeführt wird? „Gerade Patienten, die noch nie eine endoskopische Untersuchung hatten, möchten genau Bescheid wissen.” Fakt ist: Der Darm ist eine sensible Körperzone.

„Natürlich entstehen dadurch schnell Vorurteile und Ängste gegenüber einem Eingriff an dieser Stelle”, weiß Mainz. Eine häufige Sorge sei die Angst vor einer Verletzung: „Wir arbeiten heute aber mir sehr weichen Schläuchen, das Verletzungsrisiko, zum Beispiel eine Blutung, ist minimal und liegt bei weniger als 1 von 1.000 Patienten.

Die andere häufige Sorge, die Patienten zögern lässt, ist die Angst, dass bei der Untersuchung tatsächlich etwas gefunden wird, weiß die Expertin: ”Aber gerade das sollte letztendlich eine Motivation sein, denn wenn wir etwas finden, handelt es sich bei regelmäßiger Vorsorge in der Regel um eine Erkrankung in einem sehr frühen Stadium, die sehr gut behandelt werden kann.„
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