Wann sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Von: rd
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Foto: Flickr / John Liu / CC BY 2.0

Hamburg. Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine – der Körper braucht ausreichend Nährstoffe, um gesund zu bleiben. Immer beliebter werden sogenannte Nahrungsergänzungsmittel, um den Körper auf möglichst bequeme Art alle notwendigen Stoffe in ausreichender Menge zuzuführen. Doch benötigt man solche Präparate tatsächlich?

Ein gesunder Mensch benötigt keine zusätzlichen Nahrungsergänzungsmittel. Der Körper erhält ausreichend Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine aus der Nahrung. In bestimmten Situationen kann sich der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen jedoch erhöhen. Dazu zählen Stress, Diäten, Rauchen, Wachstumsphasen bei Kindern und Jugendlichen, aber auch Leistungssport, Schwangerschaft, Stillzeit und Krankheiten. Oft reicht jedoch schon eine Umstellung der Ernährung, um den Körper optimal mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen – frisches Obst und Gemüse sind zu jeder Jahreszeit erhältlich.

Die Menge an Vitaminen, die man täglich zu sich nehmen sollte, ist zwar relativ gering, doch nicht immer ist es möglich, die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen, mit denen eine ausreichende Versorgung sichergestellt werden kann. Eine fehlende oder unzureichende Versorgung kann auf Dauer zu Mangelerscheinungen führen. Dazu gehören beispielsweise Müdigkeit, Antriebslosigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit oder ein geschwächtes Immunsystem, wodurch sich die Anfälligkeit für Infekte erhöht.

Für Menschen, die eine besondere Diät einhalten müssen, etwa Diabetiker oder Menschen mit einer Lebensmittelintoleranz, können entsprechende Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich hilfreich sein. Manchmal kann der Organismus Vitamine und Mineralstoffe nicht in ausreichender Menge aus der Nahrung aufnehmen. Man spricht dann von einer Resorptionsstörung.

Schwangeren empfehlen Ärzte die zusätzliche Einnahme von Folsäure, Jod und Eisen. Veganer und Vegetarier müssen ebenfalls bestimmte Nährstoffe zusätzlich einnehmen, um zum Beispiel eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 sicherzustellen, denn dieses Vitamin ist ausschließlich in Fleisch enthalten. Auch Vitamin D sollten Menschen, die komplett auf Fleisch und Milchprodukte verzichten, zumindest in den Wintermonaten einnehmen. Im Sommer reicht ein regelmäßiger, kurzer Aufenthalt in der Sonne, da der Körper genügend Vitamin D aus der Sonneneinstrahlung bilden kann. Im Winter kann aber ein Mangel auftreten, da dieses Vitamin ebenfalls fast nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt.


In all diesen Fällen können die benötigten Vitamine und Mineralstoffe zusätzlich eingenommen werden – in Form von Tabletten, Kapseln, Pulver oder Säften. Monopräparate enthalten lediglich einen bestimmten Stoff, während Kombipräparate gleich mehrere Vitamine und Mineralstoffe zuführen.

Bevor man beginnt, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, sollte man einen Arzt konsultieren. Mittels einer Untersuchung lässt sich feststellen, welche Stoffe dem Körper tatsächlich fehlen und in welcher Dosierung diese gegebenenfalls zusätzlich eingenommen werden sollten. Zwar können manche Nährstoffe bedenkenlos auch in hoher Dosierung eingenommen werden, ohne dass Nebenwirkungen zu befürchten sind. Der Körper nimmt sich in diesem Fall, was er braucht, und scheidet den Rest aus. Andere dagegen, wie zum Beispiel Vitamin A, sollten nicht überdosiert werden, da ansonsten mit Nebenwirkungen zu rechnen ist. Orientierung bietet der sogenannte Tagesbedarf, der auf den Präparaten angegeben ist. Dieser sollte dann auch nicht überschritten werden.


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