Vom Hirn gesteuert: Prothesen und Rollstühle der Zukunft

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Washington. Behinderte sollen die nächste Generation von Rollstühlen und Prothesen allein über ihre Gedanken steuern können.

Zu den Hilfsmitteln der Zukunft gehört auch ein Roboter, der auf Hirnsignale reagiert und für bettlägerige Patienten gedacht ist. Erste Modelle wurden am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS) vorgestellt. Sie gilt als die größte interdisziplinäre Forscherkonferenz der Welt.

Schon im Einsatz ist eine Prothese, die wie ein gesunder Arm „intuitiv” vom Hirn gesteuert wird. Sie wurde auf der AAAS-Tagung von einem amerikanischen Kriegsveteranen vorgeführt, der 2008 im Irak seinen Unterarm verloren hatte. Der 32-Jährige sagte bei der Präsentation, dass sich die Prothese wie sein „eigener Arm anfühlt”. Ihrer Bewegung seien „keine Grenzen gesetzt”.

Befehle über Elektroden

Der Rollstuhl der Zukunft empfängt seine Befehle über Elektroden, die die Signale vom Hirn aufnehmen. Sie sind an einer Art Badekappe befestigt, die der Rollstuhlfahrer tragen muss.

Die Technologie stammt von der École Polytechnique Fédérale in Lausanne (Schweiz), die auch den Roboter für Behinderte entwickelt hat. Er lässt sich mit einer Kamera ausstatten, die bettlägerige Patienten kraft ihrer Gedanken in der Wohnung herumdirigieren könnten. Das gäbe ihnen die Chance, zumindest virtuell am Leben ihrer Familie teilzuhaben.
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