Ultraschall ergänzt Mammografie bei der Brustkrebsfrüherkennung

Von: ddp
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Brustkrebs
Die vom Gewebe zurückgeworfenen Ultraschallsignale werden in Bilder umgerechnet.

Bayreuth. Ultraschall kann beim Frauenarzt nicht nur bei Schwangeren eingesetzt werden, um die Entwicklung des Ungeborenen zu überwachen. Die Technik ist auch ein wertvolles Hilfsmittel für die Früherkennung von Brustkrebs und gutartigen Veränderungen.

„Ergibt die Tastuntersuchung oder die Mammografie - die Röntgenuntersuchung der Brust - einen Hinweis auf einen verdächtigen Befund, wird der betreffende Bereich per Ultraschall noch einmal genauer untersucht.

Das wird von der Kasse bezahlt”, erläutert der Bayreuther Gynäkologe Peter Hausser vom Vorstand des Berufsverbandes der Frauenärzte. Mit einer speziellen Sonde, die Ultraschallsignale aussendet, fährt der Arzt systematisch die Brustdrüse, die Achsel und die Lymphknoten ab.
Auf diese Weise lassen sich gutartige Zysten oder Bindegewebsknoten, sogenannte Fibroadenome, von bösartigen Tumoren unterscheiden. Besonders gut geeignet ist die Untersuchung für Frauen, die sehr dichtes Brustgewebe haben und bei denen eine Mammografie nicht immer eindeutige Ergebnisse liefert.

Allerdings bietet nicht jeder Frauenarzt diese Art der Ultraschalluntersuchung an. „Man braucht eine spezielle Zulassung und ein besonders ausgestattetes Ultraschallgerät”, berichtet Hausser. Ob der eigene Arzt diese Zulassung hat, kann man entweder direkt vor Ort oder bei der kassenärztlichen Vereinigung erfragen.

Als Screening-Methode, bei der die gesamte Brust vorsorglich untersucht wird, hält Hausser die auch Mammasonografie genannte Technik im Gegensatz zu einigen anderen Ärzten nicht für sinnvoll. Das Hauptproblem: Die Ultraschalluntersuchung kann nur unter hohem Zeitaufwand beide Brüste vollständig darstellen.

„Die Sonde erfasst ja nur wenige Zentimeter Gewebe und misst auch immer nur die Signale in der eingestellten Tiefe”, erläutert Hausser. Jedes Bild zeigt daher nur einen winzigen Ausschnitt, die Darstellung der gesamten Brust ist daher aufwendig und langwierig. Bei der Mammografie hingegen sieht man auf einen Blick die Brust in gleich zwei Dimensionen. „Die Mammografie ist und bleibt hier der Goldstandard”, betont Hausser.
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