Übermäßiges Schwitzen ist meist Veranlagung

Von: dapd
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Berlin. Hinter übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose) bei Kindern und Jugendlichen kann sich eine Krankheit verbergen, zum Beispiel eine Überfunktion der Schilddrüse.

Meist aber handelt es sich um eine Veranlagung, wie Hans-Jürgen Nentwich vomBerufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) erklärt. Das starke Transpirieren beginnt meist zwischen dem sechsten und 16. Lebensjahr. Betroffene schwitzen dann unabhängig von der Umgebungstemperatur vor allem an Händen und/oder Füßen sowie in den Achselhöhlen.

Nentwich empfiehlt in diesem Fall das Tragen atmungsaktiver und luftiger Kleidung möglichst aus Naturfasern und den Verzicht auf scharfe Gewürze sowie sehr heiße Getränke und Speisen. Jugendliche sollten Nikotin, Alkohol und Koffein meiden. Da Übergewicht das Schwitzen verstärke, sei es sinnvoll, überflüssige Pfunde zu verlieren. Für schwere Fällen stünden auch eine medikamentöse Behandlung oder operative Verfahren zur Verfügung.

Unter einer Hyperhidrose ohne Krankheitsursache leiden etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung Deutschlands.
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